Erster Laserkommunikationstest zwischen Wiedereintrittsfahrzeug und Satellit geplant

Das litauische Unternehmen Astrolight und die deutsche ATMOS Space Cargo haben eine Kooperation für eine weltraumgestützte Laser-Kommunikationsdemonstration vereinbart. Der Test soll 2027 stattfinden und wäre die erste derartige Verbindung zwischen einem Wiedereintrittsfahrzeug und einem Satelliten.

Technische Details der Mission

Für die Demonstration werden Astrolights ATLAS-X-Laserkommunikationsterminals eingesetzt. Diese sollen sowohl auf dem PHOENIX-Wiedereintrittsfahrzeug von ATMOS als auch auf einem Testsatelliten installiert werden. Die geplante Datenübertragungsrate liegt bei bis zu 2,5 Gbit/s. Dies ermöglicht die Echtzeit-Übermittlung von System- und Missionsdaten während des Orbitalbetriebs und des Wiedereintritts.

Laserbasierte Kommunikation bietet gegenüber herkömmlichen Funkfrequenzen mehrere Vorteile: höhere Datenraten (bis zu 100-fach schneller), bessere Abhörsicherheit und geringere Störanfälligkeit. Bisher wurden solche Systeme nur in Labortests am Boden erprobt.

Strategische Bedeutung für Europa

Die Europäische Weltraumorganisation ESA fördert im Rahmen ihrer LEO Cargo Return Services Initiative die Entwicklung unabhängiger Kapazitäten für den Rücktransport von Nutzlasten aus dem Orbit. Derzeit ist Europa auf internationale Partner angewiesen.

Laurynas Mačiulis, CEO von Astrolight, betont das Potenzial der Technologie für kommerzielle und verteidigungstechnische Anwendungen. Sebastian Klaus von ATMOS Space Cargo verweist auf den wachsenden Bedarf an Echtzeit-Konnektivität für zunehmend autonome und datenintensive Missionen.

Langfristiges Ziel ist die direkte Anbindung von Wiedereintrittsfahrzeugen an Satellitenkonstellationen, um Missionskontrolle und Skalierbarkeit zu verbessern.