Die NASA hat den für Donnerstag geplanten Weltraumspaziergang (U.S. Spacewalk 97) auf den 18. August 2026 verschoben. Grund dafür sind ungewöhnliche CO2-Messwerte im Raumanzug von Astronaut Anil Menon während des letzten Außeneinsatzes am 6. August. Techniker prüfen derzeit, ob ein Wechsel des Raumanzugs erforderlich ist, bevor die Crew eine Space-to-Ground-Antenne an der Internationalen Raumstation (ISS) austauscht.
Details zur Anomalie und Sicherheitsmaßnahmen
Am 6. August führten die Astronauten Jessica Meir und Anil Menon einen 6-stündigen und 27-minütigen Außeneinsatz durch. Gegen Ende der Mission zeigte ein Sensor im EV2-Raumanzug von Menon, erkennbar an der weißen Farbe ohne rote Streifen, eine Auffälligkeit. Die Werte normalisierten sich erst, nachdem der Anzug in der Quest-Luftschleuse abgelegt wurde. Menon meldete keine weiteren Probleme während des Einsatzes. Dennoch entschied die Bodenkontrolle, zusätzliche Zeit für Sicherheitsüberprüfungen einzuplanen.
Die verwendeten Extravehicular Mobility Units (EMU) basieren auf einem Design aus der Space-Shuttle-Ära. Der nächste geplante Einsatz (U.S. Spacewalk 98) soll am 25. August folgen. Die genauen Aufgaben werden in der kommenden Woche bekannt gegeben.
Hintergrund der aktuellen Außeneinsätze
Die jüngsten Aktivitäten dienten der Vorbereitung für neue Roll-Out-Solararrays. Ursprünglich waren bereits im Januar zwei Weltraumspaziergänge geplant, die jedoch aufgrund medizinischer Probleme bei Astronaut Mike Fincke verschoben werden mussten. Der erste Einsatz dieses Jahres fand schließlich im März statt.
Im Juli führten Meir und NASA-Astronaut Chris Williams einen ungeplanten Einsatz zur Reparatur des Canadarm2-Robotarms durch. Russische Kosmonauten installierten im Mai wissenschaftliche Instrumente. Seit Beginn der ISS-Montage 1998 fanden insgesamt 281 Außeneinsätze statt, die zur Instandhaltung der Station bis zum geplanten Betriebsende 2030 beitragen.
- Quelle: starlust.org