Am 10. August 2026 ist eine chinesische Trägerrakete des Typs Long March 7A kurz nach dem Start explodiert. Der Vorfall ereignete sich etwa 85 Sekunden nach dem Abheben vom Raumfahrtzentrum Wenchang auf der Insel Hainan. Die Rakete beförderte vermutlich einen militärischen Kommunikationssatelliten namens Zhongxing-4B.
Ablauf des Fehlschlags
Die Long March 7A startete um 12:00 UTC. Amateurvideos zeigen, dass die Rakete während der ersten Flugphase explodierte, noch bevor die Stufentrennung erfolgen konnte. Die genaue Ursache ist bisher unbekannt. Mögliche Gründe sind eine technische Anomalie oder die Aktivierung des Flugabbruchsystems.
Dies ist nicht der erste Fehlschlag dieser Raketenversion. Bereits beim Erstflug im März 2020 war eine Long March 7A explodiert. Seither hatte die Rakete jedoch mehrere erfolgreiche Missionen absolviert, zuletzt Ende Juli 2026 mit dem Satelliten Tianlian-3 (01).
Auswirkungen auf das chinesische Raumfahrtprogramm
Die Long March 7A wird häufig für Starts in den geostationären Orbit eingesetzt. Die Rakete teilt sich Triebwerkstechnologie mit der Long March 5, die am 24. August 2026 die Mondmission Chang’e-7 starten soll. Ob der Fehlschlag Auswirkungen auf diesen Zeitplan hat, ist unklar.
Die Standardversion der Long March 7 wird für Versorgungsflüge zur Raumstation Tiangong genutzt. Der letzte erfolgreiche Start dieser Variante erfolgte im Mai 2026.
Der Fehlschlag markiert den vierten gescheiterten Orbitalstart Chinas in diesem Jahr. Bisher waren eine Long March 3B, die Ceres-2 und die Tianlong-3 betroffen. Insgesamt war es der 56. Startversuch Chinas im Jahr 2026.
- Quelle: SpaceNews
- Quelle: Ars Technica