Rettungsmission für NASA-Teleskop Swift in Gefahr

Ein privates Rettungsraumschiff namens LINK, entwickelt von der Firma Katalyst Space Technologies, kämpft derzeit mit technischen Problemen im Erdorbit. Die Mission des Satelliten ist es, das NASA-Teleskop Swift zu erreichen und in eine höhere Umlaufbahn zu bringen, bevor es in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht.

Technische Schwierigkeiten verzögern die Mission

LINK wurde am 3. Juli gestartet und sollte ursprünglich bereits Anfang August das Swift-Teleskop erreichen. Etwa drei Wochen nach dem Start begann der Satellit jedoch unerwartet schnell zu rotieren. Diese Rotation führte zu einem vorübergehenden Kommunikationsausfall und einem Reset des Satellitensystems. Zudem fielen zwei der drei Reaktionsräder aus, die für die Lagekontrolle zuständig sind.

Die Bodenmannschaften konnten die Rotation von ursprünglich 9 Grad pro Sekunde auf etwa 1,47 Grad pro Sekunde reduzieren. Dies gelang durch gezielte Schübe eines elektrischen Antriebssystems. Dennoch bleibt die Situation kritisch, da Swift kontinuierlich an Höhe verliert und bis Oktober einen kritischen Punkt von etwa 300 Kilometern über der Erde erreichen könnte.

Nächste Schritte zur Rettung der Mission

Die Teams planen nun, neue Flugsoftware auf LINK zu übertragen, die speziell für die aktuelle Konfiguration des Satelliten entwickelt wurde. Diese Updates sollen die Stabilität von LINK verbessern und Manöver zur Annäherung an die Umlaufbahn von Swift ermöglichen. Die Software wird voraussichtlich in den nächsten Tagen hochgeladen.

Das Swift-Teleskop, offiziell als Neil Gehrels Swift Observatory bekannt, wurde 2004 gestartet, um Gammastrahlenausbrüche zu untersuchen. Es befindet sich derzeit in einer Umlaufbahn von etwa 600 Kilometern Höhe, verliert jedoch kontinuierlich an Höhe. Die NASA hat Katalyst Space Technologies 30 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, um LINK zu bauen und die Rettungsmission durchzuführen.

Katalyst Space Technologies hat bereits Erfahrung mit zeitkritischen Projekten und konnte LINK rechtzeitig zum Starttermin fertigstellen. Ob die Firma die aktuellen Probleme rechtzeitig lösen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die Zeit drängt, da Swift ohne Eingriff unweigerlich in die Erdatmosphäre eintreten wird.