Das Raumfahrtunternehmen Redwire hat eine Vereinbarung für eine kommerzielle Forschungsmission mit dem Starfall-Wiedereintrittsfahrzeug von SpaceX getroffen. Die Mission ist für Ende 2028 geplant und soll pharmazeutische Experimente in Mikrogravitation durchführen.
Technische Details der Mission
Die Tochtergesellschaft Space Microgravity Development (SpaceMD) von Redwire wird bis zu 32 Experimenteinheiten des Typs PIL-BOX auf der Starfall-Mission unterbringen. Die PIL-BOX-Systeme werden speziell für die Anforderungen des Starfall-Fahrzeugs modifiziert. Seit 2023 hat Redwire bereits 54 dieser Einheiten zur Internationalen Raumstation gebracht, mit zwölf weiteren geplanten Starts noch in diesem Jahr.
Starfall absolvierte seinen ersten Testflug im Juni 2024. Vor diesem Flug hatte SpaceX nur wenige technische Details über das Fahrzeug veröffentlicht. Die Mission wird die bisher größte kommerzielle Mikrogravitationsforschungsmission sein.
Marktentwicklung im Bereich Mikrogravitation
Der Vertrag zeigt das wachsende Interesse an kommerzieller Forschung und Produktion unter Mikrogravitationsbedingungen. Mehrere Startups in den USA, Europa und Asien entwickeln eigene Wiedereintrittsfahrzeuge für diesen Markt. Varda Space Industries hat bereits sechs Missionen mit pharmazeutischen Nutzlasten durchgeführt.
Der Einstieg von SpaceX in diesen Markt hat Diskussionen über mögliche Wettbewerbsvorteile ausgelöst. Ähnlich wie im Trägermarkt könnte SpaceX durch Skaleneffekte günstigere Konditionen bieten. Andere Unternehmen verweisen auf spezialisierte Nischen, in denen sie nicht direkt mit Starfall konkurrieren würden.
Redwire sieht in der Partnerschaft mit SpaceX jedoch die beste Option für seine Ziele. Das Unternehmen betont die Skalierbarkeit der Mikrogravitationsproduktion durch die Nutzung von Starfall.
- Quelle: SpaceNews