MDA Space liefert zusätzliche Satelliten für erweitertes Telesat-Lightspeed-Netzwerk

Das kanadische Raumfahrtunternehmen MDA Space wird weitere Satelliten für die Telesat-Lightspeed-Konstellation bereitstellen. Telesat, ein Betreiber von Kommunikationssatelliten, hat die Erweiterung seiner Low-Earth-Orbit-Konstellation um 69 Satelliten bekannt gegeben.

Vertragsausweitung und technische Anpassungen

Die ursprünglich geplante Konstellation bestand aus 156 Satelliten. Durch die Aufstockung erhöht sich die Gesamtzahl auf 225 Einheiten. MDA Space wird davon 27 zusätzliche Satelliten des Typs AURORA liefern, wodurch sich die Gesamtzahl der von dem Unternehmen gebauten Satelliten auf 198 erhöht.

Der Vertragswert steigt um 474 Millionen US-Dollar. Diese Summe umfasst neben den neuen Satelliten auch technische Modifikationen: 500 MHz militärisches Ka-Band werden in die aktuell in Produktion befindlichen Satelliten integriert, während die gleiche Menge an kommerziellem Ka-Band-Spektrum ersetzt wird. Zusätzlich sind langfristige Vorlaufkomponenten enthalten.

Militärische Kommunikation in der Arktis

Die Erweiterung steht im Zusammenhang mit dem Enhanced Satellite Communications Project-Polar (ESCP-P) Programm. Dieses sieht die Bereitstellung von Kommunikationsdiensten in der kanadischen Arktis vor, um die Operationsfähigkeit der Streitkräfte in der Region zu gewährleisten.

MDA Space fungiert als Hauptauftragnehmer für das ESCP-P-Programm. Neben den LEO-Satelliten ist auch eine sichere MEO-Konstellation mit UHF- und X-Band-Kapazitäten geplant. Vertragsdetails zu diesem Programmabschnitt werden nach Abschluss der Verhandlungen veröffentlicht. Telesat agiert dabei als Unterauftragnehmer von MDA Space.

Alle AURORA-Satelliten für die Telesat-Lightspeed-Konstellation werden im Produktionswerk von MDA Space in Montréal gefertigt. Sie kombinieren militärisches und kommerzielles Ka-Band und unterstützen damit kanadische Sicherheitsziele sowie Verpflichtungen gegenüber Verbündeten.

Der Großteil der Vertragserhöhung wird im dritten Quartal 2026 in die Auftragsbestandsliste des Unternehmens aufgenommen, da einige Komponenten mit langen Vorlaufzeiten bereits früher berücksichtigt wurden.