NOAA verlängert Vertrag für Spires Hyperspektral-Mikrowellensensor

Die US-Behörde NOAA wird die Auswertung von Daten des Hyperspectral Microwave Sounders (HyMS) von Spire Global fortsetzen. Am 4. August gab das Unternehmen eine Vertragsverlängerung über 3 Millionen US-Dollar bekannt. Die Laufzeit beträgt sechs Monate.

Evaluierung der Wettervorhersage-Verbesserungen

NOAA will im Rahmen der Verlängerung untersuchen, wie hyperspektrale Mikrowellendaten die numerische Wettervorhersage optimieren können. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung der Sensorleistung unter verschiedenen atmosphärischen Bedingungen und saisonalen Wettermustern. Gleichzeitig wird geprüft, wie sich die Daten auf die Prognosegenauigkeit und atmosphärische Profilerstellung auswirken.

Hergebrachte passive Mikrowellensensoren liefern zwar wichtige Daten für die numerische Wettervorhersage, doch ihre Breitbandinstrumente haben eine begrenzte vertikale Auflösung. HyMS nutzt dagegen hochauflösende Spektraltechnologie in Mikrowellenbändern. Dies ermöglicht präzisere Beobachtungen bei allen Wetterbedingungen.

Technische Merkmale des HyMS-Systems

Der HyMS-Sensor erfasst atmosphärische Daten über mehr als 2.000 Messkanäle. Laut Spire ermöglicht dies hochauflösende vertikale Atmosphärenprofile bei gleichzeitiger Resistenz gegen Funkstörungen. Besonders in Regionen mit begrenzten herkömmlichen Beobachtungsmöglichkeiten könnte dies detailliertere und zuverlässigere Wetterdaten liefern.

Der im Januar gestartete HyMS-Demonstrator hat nach Unternehmensangaben bereits gezeigt, dass das System qualitativ hochwertige hyperspektrale Mikrowellenbeobachtungen aus dem Orbit sammeln kann. Die Vertragsverlängerung soll nun Aufschluss darüber geben, wie diese Daten die bestehenden Wetterbeobachtungssysteme ergänzen können.

Der Vertrag enthält eine Option für drei weitere Monate Datenerfassung im Wert von 2 Millionen US-Dollar. Spire hatte 2022 einen 4-Millionen-Dollar-Auftrag von NOAA zur Entwicklung des HyMS-Demonstrators erhalten.