SpaceX-Aktien nach Börsengang: Von Rekord-IPO zu volatilen Kursen

SpaceX ging am 11. Juni 2026 mit einem Börsengang (IPO) an die Nasdaq und notierte unter dem Ticker SPCX. Der Ausgabepreis lag bei 135 US-Dollar pro Aktie, was das Unternehmen mit einer Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar ausstattete. Mit dem Verkauf von 555 Millionen Aktien wurden bis zu 75 Milliarden US-Dollar eingeworben, wobei etwa 30 Prozent der Anteile für Privatanleger reserviert waren. Der IPO von SpaceX übertraf damit den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 um das Dreifache.

Die Aktie zeigte in den ersten Handelstagen eine starke Volatilität. Sie stieg zunächst auf über 225 US-Dollar, was einem Anstieg von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis entsprach. Bis Anfang August fiel der Kurs jedoch auf etwa 117 US-Dollar zurück, was einem Rückgang von rund 13 Prozent gegenüber dem IPO-Preis entspricht. Diese Schwankungen verdeutlichen die Unsicherheit des Marktes hinsichtlich der Bewertung von SpaceX.

Lockup-Expiry am 6. August: Potenzielle Auswirkungen

Ein wichtiges Ereignis steht am 6. August 2026 an: Das Ende der sogenannten Lockup-Periode. Diese Regelung verhindert, dass frühe Investoren, Mitarbeiter und Insider ihre Aktien unmittelbar nach dem Börsengang verkaufen. Mit dem Ablauf dieser Frist werden schätzungsweise 20 Prozent der ausstehenden Aktien handelbar, was die verfügbare Menge mehr als vervierfacht. Analysten wie Nicolas Owens von Morningstar gehen davon aus, dass ein Großteil dieser Aktien auf den Markt kommen wird, da die Verkäufer oft eine niedrige Kostenbasis und lange Haltefristen haben.

Es wird diskutiert, ob der jüngste Kursrückgang bereits eine Vorwegnahme dieser Entwicklung darstellt. Der Lockup-Expiry ist jedoch ein rein mechanisches Ereignis, das keine direkte Prognose über die zukünftige Kursentwicklung zulässt. Die Entscheidung der bisherigen Aktionäre, ihre Anteile zu verkaufen oder zu halten, bleibt offen.

Die Geschäftsbereiche hinter der SpaceX-Aktie

Die SpaceX-Aktie repräsentiert drei unterschiedliche Geschäftsbereiche: die Raketenstarts und die Infrastruktur für Trägerraketen, das Satelliteninternetprojekt Starlink sowie Teile von xAI, einer KI-Firma, die ebenfalls von Elon Musk gegründet wurde. SpaceX meldete für das Jahr 2025 einen Umsatz von 18,67 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl basiert jedoch auf Unternehmensangaben und wurde nicht unabhängig geprüft.

Der Börsengangspreis von 135 US-Dollar spiegelt lediglich die Zahlungsbereitschaft der Käufer zum Zeitpunkt des IPOs wider. Die anschließenden Kursschwankungen zeigen, wie schnell sich diese Einschätzung ändern kann.

Parallel zu den Börsenaktivitäten setzte SpaceX seine Raketenstarts fort. Am 24. Juli 2026 führte das Unternehmen den zweiten Testflug der dritten Generation des Super Heavy-Starship-Systems durch. Die 124 Meter hohe Rakete mit 33 Raptor-Triebwerken erreichte eine Schubkraft von rund 16 Millionen Pfund. Der Testflug verlief mit gemischten Ergebnissen: Während die Super Heavy-Booster-Stufe Probleme beim erneuten Zünden der Triebwerke hatte, absolvierte die Starship-Oberstufe ihren Flug erfolgreich und setzte 20 Starlink-Satelliten der dritten Generation aus.