Xona erhält FCC-Genehmigung für Satellitennavigationsnetzwerk

Das kalifornische Unternehmen Xona Space Systems hat von der Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung erhalten, kommerzielle Navigationssignale über eine geplante Konstellation von mehr als 250 Satelliten zu senden. Die Entscheidung, die am 3. August bekannt gegeben wurde, stellt einen wichtigen regulatorischen Meilenstein für das Unternehmen dar, das mit dem Aufbau des Netzwerks beginnen will.

Spektrumsnutzung und technische Anforderungen

Die FCC erlaubt Xona die Nutzung des L-Band-Spektrums, das auch von GPS und anderen Navigationssystemen verwendet wird. Die Genehmigung erweitert eine frühere Lizenz, die nur den Demonstrationssatelliten Pulsar-0 abdeckte, auf die gesamte geplante Satellitenkonstellation. Xona darf seine unabhängig generierten Signale in der Nähe der GPS-Signale L1 und L5 senden, die von vielen bestehenden Navigationsgeräten genutzt werden. Die Pulsar-Signale werden jedoch nicht auf denselben Kanälen wie GPS übertragen, sondern benachbarte Frequenzen nutzen. Die Wellenformen sind so gestaltet, dass sie keine Störungen für GPS, Flugsicherungssysteme oder andere Dienste in diesem streng regulierten Frequenzband verursachen.

Die FCC-Zulassung bedeutet nicht, dass die Genauigkeit, Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Dienstes von Xona zertifiziert ist. Sie erlaubt lediglich die Nutzung des Spektrums unter Einhaltung technischer Anforderungen, die bestehende Nutzer vor schädlichen Interferenzen schützen sollen. Xona musste nachweisen, dass Pulsar ein deutlich stärkeres Signal senden kann, ohne etablierte Navigations- und Flugsicherungsdienste zu beeinträchtigen. Dafür arbeitete das Unternehmen mit der FCC, anderen US-Behörden, Luftfahrtgruppen und ausländischen Regierungen zusammen.

Satellitenkonstellation und Produktionspläne

Xona plant, im Oktober sechs Satelliten mit einer SpaceX-Rideshare-Mission zu starten. Darunter befinden sich die ersten beiden Satellitenbusse, die in der neuen Produktionsstätte des Unternehmens in Burlingame, Kalifornien, entwickelt und gebaut wurden. Vier weitere Satelliten wurden in Zusammenarbeit mit dem belgischen Hersteller Aerospacelab produziert. Die Fabrik in Burlingame, die im April eröffnet wurde, soll den Bau der restlichen Satelliten für die geplante Konstellation übernehmen. Die Entwicklungsarbeit wird von Xonas Standort in Montreal unterstützt.

Derzeit befindet sich nur der Demonstrationssatellit Pulsar-0 im Orbit, der im Juni 2025 gestartet wurde und bereits über 350 Übertragungen auf vier Kontinenten durchgeführt hat. Die Satelliten von Xona werden Signale senden, die bis zu 100-mal stärker sind als herkömmliche GPS-Signale, da sie in einer viel niedrigeren Umlaufbahn fliegen. Während GPS-Satelliten in etwa 20.000 Kilometern Höhe operieren, bewegen sich Xonas Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen zwischen einigen hundert und etwa 2.000 Kilometern Höhe.

Die ersten kommerziellen Nutzer des Systems werden voraussichtlich Kunden sein, die präzise Zeitmessung benötigen, wie Telekommunikationsnetzwerke, Finanzinstitute und Rechenzentren. Für eine kontinuierliche globale Navigation ist eine größere Anzahl von Satelliten erforderlich. Xona hat angegeben, dass eine zuverlässige Zeitabdeckung mit etwa 16 Satelliten erreicht werden kann.

  • Quelle: https://spacenews.com/xona-secures-spectrum-approval-for-250-satellite-navigation-network/