Space Development Agency wird in US Space Force integriert

Die Space Development Agency (SDA) wurde 2019 gegründet, um die Bereitstellung militärischer Raumfahrtsysteme zu beschleunigen und dabei die träge Bürokratie des Pentagon zu umgehen. Sieben Jahre später startet die SDA ihre ersten operativen Satelliten, während gleichzeitig Pläne bestehen, die halbautonome Behörde zu schließen und in die Beschaffungsstruktur der US Space Force zu integrieren.

Entwicklung und aktuelle Situation der SDA

Die Hauptaufgabe der SDA bestand darin, eine Konstellation aus mehreren hundert Satelliten für Raketenwarnung und Datenrelais in niedriger Erdumlaufbahn zu entwickeln. Diese Satelliten, bekannt als Proliferated Warfighter Space Architecture (PWSA), sollen ballistische und hypersonische Raketen erkennen, verfolgen und anvisieren können. Im Gegensatz zu den aktuellen, teuren und anfälligen Satelliten in geostationärer Umlaufbahn bietet die PWSA höhere Sensitivität für kleinere und schwächere Raketen.

Ursprünglich war geplant, alle zwei Jahre neue Generationen von Tracking- und Datentransport-Satelliten zu beschaffen, zu entwickeln und einzusetzen. Die SDA verfolgte dabei eine Strategie, die auf eine breite Beteiligung der US-Raumfahrtindustrie setzte, mit Satelliten und Sensoren verschiedener Unternehmen. Die Starts sollten monatlich erfolgen.

Zukünftige Struktur unter der Space Force

Die meisten Aufgaben der SDA werden unter einer anderen Bezeichnung innerhalb der US Space Force weitergeführt. Die Raketenwarn- und Datenrelais-Satelliten sollen Teil des geplanten Golden Dome-Raketenschilds werden, einer der Prioritäten der Trump-Administration für die Space Force.

Die Schließung der SDA überrascht nicht, da beide Kammern des Kongresses in den Entwürfen des National Defense Authorization Act für dieses Jahr die Auflösung der Behörde unterstützt haben. Die Space Force reorganisiert ihre Beschaffungsprozesse unter mehreren Program Acquisition Executives, um die Waffenbeschaffung zu straffen.