Bild: NASA
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Platos Elektronik bereit für den Weltraum

Tests in der Maxwell-Testkammer

Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat kürzlich eine Reihe von wichtigen Tests für das Weltraumteleskop Plato in der Maxwell-Testkammer am ESTEC-Standort durchgeführt. Diese Tests sollten sicherstellen, dass die elektronische Ausrüstung des Raumfahrzeugs unter den Bedingungen des Weltraums einwandfrei funktioniert. Die Maxwell-Testkammer ist eine speziell abgeschirmte Umgebung, die als Faraday-Käfig fungiert. Ihre Wände, der Boden und die Decke bestehen aus leitfähigem Metall, das externe Störungen abschirmt. Das Innere der Kammer ist mit blauen Schaumstoffspitzen ausgekleidet, die elektrische Signale und Geräusche absorbieren, um das Vakuum des Weltraums zu simulieren.

Während der Tests wurde Plato in der Kammer platziert und die elektronischen Systeme ferngesteuert eingeschaltet. Die Ingenieure führten eine Reihe von Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass die komplexen Instrumente und Module des Raumfahrzeugs keine gegenseitigen Störungen verursachen. Solche Störungen, auch als „Crosstalk“ bekannt, könnten die Missionsziele gefährden oder sogar die Ausrüstung beschädigen. Die Tests bestätigten, dass Platos elektronische Systeme im Weltraum störungsfrei zusammenarbeiten können.

Vorbereitung für den Start

Die Tests in der Maxwell-Testkammer waren der letzte große Schritt in einer Reihe von Prüfungen, die Plato seit Januar dieses Jahres durchlaufen hat. Zuvor wurde das Raumfahrzeugs Vibrationen und akustischen Belastungen ausgesetzt, gefolgt von einem einmonatigen Aufenthalt im Large Space Simulator. Dort bewies Plato, dass es den harschen Bedingungen des Weltraums standhalten kann. Mit dem erfolgreichen Abschluss der elektromagnetischen Kompatibilitätstests ist Plato nun bereit für den Start.

Der Start von Plato ist für März 2027 geplant und wird mit einer Ariane 6-Rakete von Arianespace durchgeführt. Die Ariane 6 ist eine europäische Schwerlastrakete, die in zwei Konfigurationen verfügbar ist: Ariane 62 und Ariane 64. Sie kann Nutzlasten von bis zu 21.500 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern. Arianespace, ein europäischer Startanbieter mit Sitz in Évry-Courcouronnes, wird den Start vom Raumfahrtzentrum in Kourou aus durchführen.