Bild: ESA
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NASA Deep Space Network Station in Spanien aufgrund von Waldbränden evakuiert

Die NASA evakuierte am 24. Juli 2026 ihre Bodenstation des Deep Space Network in Madrid, nachdem Waldbrände in der Nähe der spanischen Hauptstadt das Gebiet erfasst hatten. Die Behörde bestätigte, dass alle Mitarbeiter in Sicherheit seien und eine Schadensbewertung der Anlage noch ausstehe.

Auswirkungen auf den Betrieb

Fotos in sozialen Medien zeigten Rauch und Flammen in der Nähe der Antennen. Die Station in Madrid arbeitet gemeinsam mit den Standorten Goldstone (Kalifornien) und Canberra (Australien), um Befehle an Raumfahrzeuge im tiefen Weltraum zu senden und Daten zu empfangen. Laut NASA wurde der Betrieb nahtlos auf die Goldstone-Station in Kalifornien verlagert, um die Kontinuität der Missionsunterstützung zu gewährleisten.

Die Station in Robledo de Chavela, etwa 60 Kilometer westlich von Madrid, verfügt über eine 70-Meter-Antenne und fünf 34-Meter-Antennen. Jede der drei Hauptstationen des Deep Space Network besitzt 70-Meter-Antennen mit einem Gewicht von etwa 2.700 Tonnen.

Schadensbegrenzung und weitere Entwicklungen

Laut NASA-Sprecherin Bethany Stevens wurden bei einer ersten Inspektion am 25. Juli vorwiegend Schäden an Fahrbahnen und Vegetation festgestellt. Keine signifikanten strukturellen Schäden an Antennen oder Gebäuden seien erkennbar. Weitere Untersuchungen sollen folgen, sobald die Bedingungen es zulassen.

Das Deep Space Network leidet bereits unter Kapazitätsengpässen, verstärkt durch einen Schaden an der 70-Meter-Antenne in Goldstone im September 2025. Diese wird voraussichtlich bis 2028 repariert und modernisiert.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) meldete ebenfalls, dass ihre Bodenstation in Cerberos, 77 Kilometer westlich von Madrid, keine schweren Schäden erlitten habe. Eine detaillierte Bewertung steht jedoch noch aus.