Die meisten Astronauten erleben in den ersten Tagen im Weltraum Symptome wie Übelkeit und Schwindel. Dieses Phänomen, bekannt als Space Adaptation Syndrome (SAS), betrifft auch erfahrene Raumfahrer und zeigt die Grenzen menschlicher Anpassungsfähigkeit an Schwerelosigkeit.
Space Adaptation Syndrome: Häufigkeit und Symptome
Das Space Adaptation Syndrome tritt bei etwa 60 bis 80 Prozent aller Raumfahrer auf. Die Symptome ähneln der Reisekrankheit und umfassen Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Desorientierung. Die Dauer der Beschwerden variiert, klingt jedoch meist nach zwei bis drei Tagen ab. Selbst Astronauten mit langjähriger Flugerfahrung können davon betroffen sein.
Ursachen und Gegenmaßnahmen
Die genauen physiologischen Ursachen von SAS sind noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass die veränderte Schwerkraft die Signalverarbeitung zwischen Innenohr, Augen und Gehirn stört. Zur Linderung der Symptome werden Medikamente wie Antiemetika eingesetzt. Zudem helfen gezielte Trainingsmethoden, etwa die schrittweise Gewöhnung an die Mikrogravitation.
Die Erforschung von SAS ist nicht nur für bemannte Raumfahrtmissionen relevant, sondern liefert auch Erkenntnisse über Gleichgewichtsstörungen auf der Erde.
- Quelle: Space Daily
