Rocket Lab hat einen weiteren Vertrag mit dem japanischen Unternehmen iQPS für mehrere Starts seiner Electron-Rakete abgeschlossen. Die Vereinbarung umfasst drei Electron-Starts für iQPS-Radarsatelliten, die ab Ende 2027 vom Launch Complex 1 in Neuseeland durchgeführt werden sollen. Jeder Start wird einen iQPS-Satelliten in eine 575 Kilometer hohe niedrige Erdumlaufbahn befördern.
Bestehende Zusammenarbeit wird ausgeweitet
Dies ist bereits der dritte Mehrfachstartvertrag zwischen iQPS und Rocket Lab innerhalb eines Jahres. Im April 2024 unterzeichneten die Unternehmen einen Vertrag über drei Electron-Starts, nachdem bereits im Oktober 2023 eine Vereinbarung über drei Starts getroffen worden war. Insgesamt hat Rocket Lab bisher Aufträge für 18 Electron-Starts erhalten, von denen sieben bereits durchgeführt wurden. Der letzte Start erfolgte im Dezember 2023.
Ein für den 30. Juni 2024 geplanter Start eines iQPS-Satelliten wurde unmittelbar nach der Zündung der Triebwerke der ersten Stufe abgebrochen. Rocket Lab gab keine Gründe für den Abbruch bekannt und hat den Start bisher nicht neu terminiert. iQPS gab in einer eigenen Mitteilung an, dass der nächste Start frühestens im August 2024 erfolgen soll.
iQPS plant SAR-Satellitenkonstellation
Das Institute for Q-shu Pioneers of Space (iQPS) entwickelt eine Konstellation von Synthetic Aperture Radar (SAR)-Satelliten. Das Unternehmen strebt den Aufbau einer 24-Satelliten-Konstellation bis Mai 2028 an, die bis 2030 auf 36 Satelliten erweitert werden soll.
Die Bekanntgabe des iQPS-Vertrags erfolgte drei Tage nach der Ankündigung eines Vertrags mit der US Space Force über bis zu 18 Starts der suborbitalen Electron-Variante HASTE. Diese Starts sollen von einer neuen Raketenstartanlage in Alaska aus durchgeführt werden. Der Vertrag im Wert von 266 Millionen US-Dollar ist der bisher größte Startauftrag für Rocket Lab.
- Quelle: SpaceNews