Argonaut: Europas Mondlander-Programm zur Unterstützung der Artemis-Missionen

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Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) entwickelt mit Argonaut ein eigenständiges Mondlander-Programm, das ab 2030 Fracht zur Mondoberfläche transportieren soll. Das Programm ist darauf ausgelegt, sowohl robotische als auch bemannte Missionen zu unterstützen und damit die Ziele der NASA im Rahmen des Artemis-Programms zu fördern. Argonaut soll eine nachhaltige Erschließung des Mondes ermöglichen und Europas Fähigkeiten in der Mondlandung und -operation erweitern.

Technische Details und Missionen

Argonaut besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Lunar Descent Element (LDE), das für die Landung verantwortlich ist, und dem sogenannten „Passenger“, der die eigentliche Fracht transportiert. Jeder Lander kann bis zu 1.500 Kilogramm Nutzlast zur Mondoberfläche bringen. Die erste Mission ist für das Jahr 2030 geplant und soll mit der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 starten. Ziel ist eine Landung am lunaren Südpol, wo die ESA eine autonome Landung mit einer Genauigkeit von 250 Metern anstrebt. Diese Präzision soll bei späteren Missionen auf 50 Meter verbessert werden.

Die erste Mission wird neben einem Roboterfahrzeug, das die Umgebung des Landeplatzes erkunden soll, auch ein Instrument zur Probenentnahme von Mondregolith sowie zur Inspektion des Landers und der Nutzlastbereitstellung umfassen. Nach dem erfolgreichen Erstflug plant die ESA, alle zwei bis drei Jahre weitere Argonaut-Missionen durchzuführen. Der Lander ist für eine Betriebsdauer von fünf Jahren auf der Mondoberfläche ausgelegt und soll langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond unterstützen.

Ziele und internationale Zusammenarbeit

Argonaut ist nicht nur ein Beitrag zum Artemis-Programm der NASA, sondern auch ein zentraler Bestandteil der ESA-Strategie „Terrae Novae“. Diese zielt darauf ab, europäische Astronauten bis zum nächsten Jahrzehnt auf den Mond zu bringen. Darüber hinaus umfasst die Strategie die Aufrechterhaltung einer europäischen Präsenz im erdnahen Orbit sowie die Vorbereitung von bemannten Missionen zum Mars.

Das Artemis-Programm der NASA befindet sich derzeit in einer beschleunigten Entwicklungsphase. Artemis III, die erste bemannte Mondlandung seit Apollo, ist für 2027 geplant. Dabei sollen Technologien für das Andocken des Orion-Raumschiffs an private Mondlander von SpaceX und Blue Origin getestet werden. Diese Lander sollen dann bei Artemis IV im Jahr 2028 Astronauten zur Mondoberfläche bringen. Die ESA sieht in Argonaut eine Möglichkeit, diese internationalen Bemühungen zu unterstützen und gleichzeitig europäische Interessen in der Mondforschung zu fördern.

  • Quelle: https://starlust.org/what-is-argonaut-europes-ambitious-lunar-lander-program-supporting-nasas-artemis-goals/