Orbital Operations erhält Auftrag für kryogene Raumfahrzeug-Demonstration

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Das US-Verteidigungsministerium (DoD) hat der kalifornischen Firma Orbital Operations einen Auftrag im Rahmen eines Prototypen-Abkommens erteilt. Das Unternehmen soll eine vollständige Demonstration seines kryogenen Manövrierfahrzeugs Astraeus im Orbit durchführen. Der Auftrag hat einen Wert von bis zu 35 Millionen US-Dollar.

Orbital Operations hat zudem eine Seed-Erweiterungsfinanzierung in Höhe von 7 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von DTX Ventures. Damit beläuft sich das gesamte eingeworbene Kapital des Unternehmens auf etwa 16 Millionen US-Dollar. Weitere Investoren sind GoAhead Ventures, Solaris Ventures sowie Initialized Capital, Harpoon Ventures und TRAC VC.

Einsatzmöglichkeiten von Astraeus

Das Astraeus-Fahrzeug ist darauf ausgelegt, Antriebstechnologie auf dem Niveau von Trägerraketen für Orbitoperationen bereitzustellen. Ben Schleuniger, CEO und Mitgründer von Orbital Operations, beschreibt das Fahrzeug als eine Art wiederverwendbare dritte Stufe. Es ermöglicht dynamische Operationen im Orbit, einschließlich Geschwindigkeit und Reichweite.

Schleuniger betont, dass der Weltraum zunehmend ein umkämpftes Gebiet wird. Neue Orbits und Ideen erfordern flexible Systeme, um Objekte im Orbit zu transportieren. Ein aktuelles Beispiel ist die Annäherung des russischen Satelliten Cosmos 2612 an den US-Satelliten ICEYE-X36, der vermutlich Bildmaterial für die Ukraine liefert. LeoLabs dokumentierte, dass der russische Satellit bis auf etwa 500 Meter herankam, bevor er sich wieder entfernte.

Technische Entwicklung und nächste Schritte

Das etwa 13-köpfige Team von Orbital Operations hat innerhalb von sechs Monaten von der Seed-Finanzierung bis zu einem vollständigen Heißtest des Triebwerks geschafft. Die nächsten Schritte umfassen weitere Triebwerkstests, Arbeiten am Kühlkreislauf und die Qualifizierung vor dem Flug. Weitere Finanzierungsrunden sind wahrscheinlich, aber der aktuelle Regierungsauftrag soll vor allem den ersten Flug ermöglichen.

Parallel dazu entwickelt Xona Space Systems eine Konstellation von etwa 258 Satelliten, die eine verbesserte kommerzielle Alternative zu staatlichen GPS-Netzen bieten soll. Hewlett Packard Enterprise (HPE) arbeitet an Lösungen für Remote-Arbeit im Weltraum, während WarpWare eine KI-gestützte Plattform für Raumfahrtmissionen entwickelt. EraDrive hat einen Auftrag des DoD in Höhe von 13 Millionen US-Dollar erhalten, bei dem die Space Force eine nicht näher bezeichnete Anzahl von Era-Node-Modulen für autonome Navigation kaufen wird.

Ein weiteres erfolgreiches Projekt ist das Starburst-1-Raumfahrzeug von Portal Space Systems, das kürzlich mit einer SpaceX-Trägerrakete ins All gebracht wurde. Das Raumfahrzeug hat erfolgreich seine Solarpaneele entfaltet und kommuniziert mit der Bodenstation. CEO Jeff Thornburg bezeichnete die Mission bereits als Erfolg.