NASA schätzt benötigte Starship-Starts für Mondlandung auf 22

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Die NASA hält konkrete Angaben zur benötigten Anzahl von Starship-Starts für ihr Artemis-Programm bisher zurück. Neue Informationen deuten jedoch auf einen deutlich höheren Bedarf hin als bisher angenommen.

Unklare Zahlen und sich ändernde Schätzungen

Bis 2023 gab die NASA nur vage Schätzungen zur benötigten Anzahl von Starship-Starts für eine Mondlandung an. Lisa Watson-Morgan, damalige Leiterin des Human Landing Systems, sprach von „hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Zahlen“. Dies entspräche etwa einem Dutzend Starts. Andere NASA-Vertreter nannten Zahlen im „hohen Teenager-Bereich“.

Jüngste interne Berechnungen der NASA gehen nun von bis zu 22 benötigten Starship-Starts aus. Diese wären notwendig, um einen Treibstoffdepot im niedrigen Erdorbit ausreichend mit flüssigem Sauerstoff und Methan zu versorgen. Ein Start dient dem Depot, die weiteren 21 Starts wären Tankerflüge.

Sicherheitsbedenken und Zeitplan

Das NASA Aerospace Safety Advisory Panel äußerte in seiner jüngsten Quartalssitzung Bedenken. Charlie Precourt, ehemaliger NASA-Astronaut und Mitglied des Gremiums, verwies auf Risiken im Artemis-Programm. Hauptsorge ist, ob SpaceX die Nutzlastkapazität der Starship-Rakete rechtzeitig genug steigern kann, um die Anzahl der Tankerflüge zu reduzieren.

Die aktuelle Schätzung von 22 Starts wirft Fragen zur Praktikabilität des Zeitplans auf. Das Artemis-Programm sieht die erste bemannte Mondlandung für 2026 vor. Die hohe Anzahl benötigter Starts könnte die Rolle der Starship-Rakete für die geplanten Mondmissionen in diesem Jahrzehnt infrage stellen.