Xona Space Systems erhält 250 Millionen US-Dollar für kommerzielles GPS-Netzwerk

Das Unternehmen Xona Space Systems hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 250 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Mittel sollen den Aufbau des kommerziellen GPS-Satellitennetzes Pulsar beschleunigen, das ab 2027 Dienstleistungen anbieten will.

Investitionen und Unternehmensbewertung

Die Serie-D-Runde wurde von Steve Jurvetson, Mitgründer von Future Ventures, angeführt. Weitere Investoren wurden nicht namentlich genannt. Das Investment erhöht die Gesamtfinanzierung des seit 2019 bestehenden Unternehmens auf über 570 Millionen US-Dollar. Die aktuelle Bewertung liegt bei 2,45 Milliarden US-Dollar.

Kürzlich erhielt Xona zusätzlich 15 Millionen Kanadische Dollar (ca. 10,7 Millionen US-Dollar) von der kanadischen Regierung zur Erweiterung der Betriebsstätten in Montreal. Sechs Pulsar-Satelliten wurden bereits mit einer SpaceX-Rakete ins All gebracht.

Technische Merkmale und Anwendungsbereiche

Das geplante Pulsar-Netzwerk soll aus etwa 258 Satelliten bestehen. Es verspricht eine Positionsgenauigkeit im Zentimeterbereich, Störungssicherheit gegen Jamming und bessere Empfangsmöglichkeiten in Gebäuden. Die Signalstärke soll hundertmal höher sein als bei herkömmlichen GPS-Systemen.

Im August erhielt Xona als erstes kommerzielles GPS-Unternehmen die Genehmigung der US-amerikanischen FCC für die Nutzung von L-Band-Frequenzen. Für 2025 sind Tests mit Militärsystemen der US Army, Navy und Air Force geplant. Regierungsbehörden zeigen verstärktes Interesse aufgrund von Störungen in strategisch wichtigen Regionen wie der Straße von Hormus.

Im kommerziellen Bereich sieht Xona Anwendungsmöglichkeiten bei autonomen Fahrzeugen, Robotik, Luftfahrt und kritischer Infrastruktur. Erste Zeitdienste für ausgewählte Kunden sollen bereits 2025 verfügbar sein.

Zur Steigerung der Produktionskapazitäten hat Xona im April 2026 eine neue Fertigungsstätte in Burlingame, Kalifornien, eröffnet. Das Unternehmen strebt an, bis Ende 2027 jährlich 50 Satelliten produzieren zu können. Als neuer COO wurde Patrick Cadariu verpflichtet, zuvor bei Waymo tätig.