Das Unternehmen Solstar Space hat erfolgreich eine Wi-Fi-Verbindung zwischen dem NASA-Cubesat R5-S10 und dem Orbitalservicefahrzeug Vigoride-7 von Momentus während Proximity-Operations hergestellt. Die Daten wurden anschließend zum Johnson Space Center der NASA übertragen, wie Solstar am 20. Oktober bekannt gab.
Technische Durchführung der Mission
Während der etwa 30-minütigen Proximity-Operations übermittelte Solstars Deke Space Communicator mehr als 2.300 Dateien. Diese enthielten optische, infrarote und Lidar-Daten, die im Orbit gesammelt wurden. Die Übertragung erfolgte über einen experimentellen Datenrelay-Link von Iridium Communications zu den Projektverantwortlichen im NASA Johnson Space Center.
Im Vorfeld der Mission wurden Bodenversuche durchgeführt, bei denen die Kommunikationsverbindung zwischen dem NASA-Cubesat und dem Deke-System über 200 Meter aufrechterhalten werden konnte. Für den orbitalen Einsatz etablierte der Wi-Fi-fähige NASA-Cubesat eine Verbindung mit Solstars Kommunikationssystem an Bord von Vigoride-7.
Bedeutung für zukünftige Missionen
Die gesammelten Daten sollen laut Solstar-Gründer Brian Barnett zur Ausbildung künstlicher Intelligenz für künftige autonome Missionen genutzt werden, insbesondere für Proximity-Operations. Wi-Fi-fähige Nutzlasten ermöglichen einen kontinuierlichen Kontakt mit Bodenstationen, was für Anwendungen wie Satellitenwartung oder Mondoperationen essenziell ist.
Iridium sieht in der Mission die Möglichkeit, neue Anwendungsbereiche für sein Satellitennetzwerk zu evaluieren. Momentus betont die Bedeutung interoperabler Technologien für die Entwicklung einer stärker vernetzten Raumfahrtumgebung. Im Juni 2023 erhielt Solstar eine Investition in Höhe von einer Million US-Dollar von Encore Technologies Corp., was das Unternehmen als Bestätigung seiner Technologieentwicklung wertet.
- Quelle: SpaceNews