Bild: NASA
Bild: NASA

Orbital Robotics testet Roboterarme für Satellitenwartung auf der ISS

Das Seattleer Startup Orbital Robotics bereitet einen Demonstrationsflug von autonomen Roboterarmen zur Internationalen Raumstation vor. Die Technologie soll 2027 an Bord der ISS getestet werden, wie das Unternehmen bekannt gab.

Technologie-Demonstration für Satellitenwartung

Die Roboterarme werden an einem der drei Astrobee-Freiflugroboter der Raumstation installiert. In drei aufeinanderfolgenden Tests im Abstand von etwa einem Monat soll die Fähigkeit zum Einfangen und Warten von Satelliten nachgewiesen werden. Dabei wird ein Astrobee mit den Armen einen zweiten bereits auf der ISS befindlichen Roboter einfangen und ein Rechnermodul austauschen.

Orbital Robotics entwickelt seit 2024 KI-gesteuerte Roboterarme für den Einsatz im All. Das Team besteht unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von Blue Origin. Die für den Test verwendeten Arme sind verkleinerte Versionen des ORA-A-Modells, das im firmeneigenen Labor in Seattle gebaut wurde.

Zusammenarbeit mit NASA-Partner

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Arkisys durchgeführt, das als NASA-Partner für das Astrobee-Programm verantwortlich ist. Arkisys stellt die Integrationsunterstützung und Infrastruktur für die Tests bereit. Erfolgreiche Demonstrationen könnten den Weg für zukünftige Satellitenwartungsmissionen mit freifliegenden Robotern ebnen.

Nach Abschluss der Tests bleiben die Arme an Bord der ISS, wo sie Astronauten bei Frachtbewegungen unterstützen und einfache Manipulationsaufgaben automatisieren sollen. Zudem stehen sie für weitere robotische Experimente zur Verfügung.

Parallel bereitet die NASA mit kommerziellen Partnern bereits die nächste Phase der Weltraumrobotik vor: Die Fly Foundational Robots-Mission soll Ende 2027 einen Satelliten mit kommerziellem Roboterarm für Servicedemonstrationen im Orbit starten.