LMT Group und Novaspace planen 5G/6G-Satellitenkommunikationszentrum in Lettland

Am 22. September 2026 unterzeichneten die LMT Group und die Raumfahrtberatungsfirma Novaspace auf den Industry Space Days der ESA in Noordwijk eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts für ein Telekommunikations-Innovationszentrum in Lettland, das nationale und internationale Satellitenkommunikationsakteure verbinden soll.

Ziele des geplanten Kommunikationshubs

Das Vorhaben orientiert sich am ESA-Modell für 5G/6G-Non-Terrestrial-Network-Hubs. Der geplante Hub soll Lettlands Telekommunikationssektor mit der globalen Satellitenindustrie vernetzen. Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung kommerzieller Anwendungen, kritischer Infrastrukturen sowie Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitslösungen.

LMT bringt bereits Erfahrungen aus einer Kooperation mit der ESA und Sateliot im Bereich energieeffizienter dualer Satelliten-IoT-Konnektivität ein. Geplant ist die Entwicklung von Hardware und Software für Geräte, die zwischen terrestrischen und satellitengestützten Netzen wechseln können. Das Projekt wird durch das EU-Programm FIERCE gefördert, wobei Novaspace strategische Unterstützung leistet.

Integration in europäische Raumfahrtinitiativen

Der Hub soll Lettlands spezifische Kompetenzen in das europäische 5G/6G-Ökosystem einbringen, statt bestehende Initiativen zu duplizieren. Geplant ist die Zusammenarbeit mit Forschungs- und Industriepartnern in der Region, um technologische Kompetenzen im Baltikum zu stärken.

Ingmārs Pūķis von LMT betont die Bedeutung satellitengestützter Kommunikation für resiliente Infrastrukturen und exportfähige Raumfahrttechnologien. Gabrielle Brophy von Novaspace verweist auf die wachsenden Chancen durch europäische Programme wie Copernicus und IRIS².

An der Unterzeichnung nahmen Vertreter der ESA, der lettischen Botschaft in den Niederlanden, des lettischen Bildungsministeriums sowie der lettischen Investitions- und Entwicklungsagentur teil.