Das Startup Satlyt hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 8 Millionen US-Dollar erhalten. Das Unternehmen mit Hauptsitzen in Nairobi und Sunnyvale plant, sein virtuelles Netzwerk für orbitale Datenverarbeitung auszubauen. Die Finanzierungsrunde wurde von non sibi ventures angeführt, weitere Investoren waren unter anderem TLCOM, Antler und Launch Africa Ventures.
Technologischer Ansatz
Satlyt setzt auf Software-Lösungen für die Datenverarbeitung im Orbit. Anstatt wie andere Unternehmen physische Rechenzentren im Weltraum zu errichten, integriert Satlyt KI-Algorithmen direkt in bestehende Satellitensysteme. Diese Technologie ermöglicht die Vorverarbeitung von Satellitendaten noch im Orbit, wodurch nur relevante Informationen zur Erde übertragen werden müssen.
Im Mai 2024 demonstrierte das Unternehmen erfolgreich den Einsatz von KI-Software im Weltraum. Dabei kam das Gemma-Modell von Google zum Einsatz. Die Tests bestätigten, dass das System Bilddaten verarbeiten, verschlüsselte Ausgaben generieren und Softwarefehler diagnostizieren kann.
Zukünftige Pläne und Kooperationen
Mit dem frischen Kapital will Satlyt sein Team vergrößern und die Forschungsaktivitäten intensivieren. Langfristiges Ziel ist die Integration der Technologie in 30% aller nicht-Starlink-Satelliten bis 2030. Das Unternehmen sieht sich nicht in direkter Konkurrenz zu Hardware-basierten Orbital-Rechenzentren, sondern als ergänzende Lösung.
Erst kürzlich unterzeichnete Satlyt eine Absichtserklärung mit xOrbita und Symphony Space, um gemeinsam an softwaredefinierten Architekturen für den Weltraum zu arbeiten. Zuvor hatte das Unternehmen bereits einen 4-Millionen-Dollar-Auftrag von NASA erhalten, um protokolliertechnische Lösungen für verzögerungstolerante Datenverarbeitung im All zu entwickeln.