Rocket Lab schließt größten kommerziellen Electron-Vertrag ab

Rocket Lab hat einen Vertrag über 20 Electron-Starts mit dem japanischen Erdbeobachtungsunternehmen Synspective unterzeichnet. Es handelt sich um den bisher größten kommerziellen Auftrag für die Electron-Rakete in der Firmengeschichte. Die Vereinbarung erhöht die Gesamtzahl der Electron-Missionen für Synspective auf 47, womit das Unternehmen der größte Kunde von Rocket Lab bleibt.

Details der Vereinbarung

Die 20 Starts sollen zwischen 2028 und 2031 jährlich vom Rocket Lab Launch Complex 1 aus durchgeführt werden. Dabei werden StriX-Satelliten mit synthetischer Aperturradar-Technologie (SAR) in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht. Synspective plant den Aufbau einer umfassenden Satellitenkonstellation, die es ermöglicht, jeden Ort der Erde innerhalb weniger Stunden zu erfassen – unabhängig von Tageszeit oder Wetterbedingungen.

Die genauen finanziellen Bedingungen des Vertrags wurden nicht offengelegt. Rocket Lab verzeichnet jedoch durch diesen und weitere Aufträge eine Gesamtanzahl von über 100 geplanten Missionen in seinem Auftragsbestand.

Reaktionen der Beteiligten

Sir Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab, betonte die Bedeutung dedizierter Starts für den Aufbau von Satellitenkonstellationen. Er bezeichnete den Vertrag als deutliches Vertrauensvotum in die Zuverlässigkeit und Präzision der Electron-Rakete.

Dr. Motoyuki Arai, Gründer und CEO von Synspective, hob die langjährige Partnerschaft mit Rocket Lab hervor. Er verwies auf die technische Fortschritte und das Vertrauen zwischen den Teams. Die langfristige Planungssicherheit durch die 20 Starts sei ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau der Konstellation.

Die Electron-Rakete von Rocket Lab ist eine zweistufige Trägerrakete, die speziell für den Start kleiner Satelliten entwickelt wurde. Sie verfügt über elektrisch betriebene Pumpen in ihren Rutherford-Triebwerken und kann Nutzlasten von bis zu 300 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen.