Die Internationale Raumstation (ISS) wird nach über 25 Jahren Betrieb im Jahr 2030 außer Dienst gestellt. Die NASA plant, die 420.000 kg schwere Station kontrolliert in der Atmosphäre verglühen zu lassen, wobei Reste in einem abgelegenen Pazifikgebiet niedergehen. Parallel entwickeln mehrere Unternehmen kommerzielle Nachfolgestationen für die bemannte Raumfahrt in niedriger Erdumlaufbahn.
Geplante kommerzielle Raumstationen
Das Unternehmen VAST plant mit „Haven-1“ eine Ein-Modul-Station für vier Astronauten, die 2027 starten soll. Die zylinderförmige Station mit 10,1 m Höhe und 4,4 m Durchmesser bietet 45 m³ Wohnvolumen. Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX soll die Besatzung mit einer Dragon-Kapsel zur Station bringen. Vier zweiwöchige Missionen sind innerhalb von drei Jahren geplant. Ab 2028 soll das größere „Haven-2“ mit neun Modulen und 510 m³ Volumen für zwölf Personen folgen.
Blue Origin und Sierra Space entwickeln gemeinsam die Station „Orbital Reef“, die als gemischt genutztes Gewerbegebiet im All konzipiert ist. Kernstück ist das aufblasbare LIFE-Modul mit 8,2 m Durchmesser, das nach dem Start im Orbit entfaltet wird. Die Station soll Forschung, Industrie und Tourismus ermöglichen und ist für eine Besatzung von vier Personen ausgelegt.
Weitere Projekte im Überblick
Axiom Space verfolgt einen anderen Ansatz: Das erste Modul der Axiom Station wird zunächst an der ISS andocken, sich später lösen und mit weiteren Modulen zu einer eigenständigen Station verbinden. Die endgültige Konfiguration soll Platz für acht Besatzungsmitglieder bieten.
Das Konsortium um Voyager Space und Airbus entwickelt „Starlab“ – eine einzelne große Station mit 17 m Höhe und 7,7 m Breite. In 500 km Höhe gelegen, soll sie regulär vier und während Besatzungswechseln bis zu acht Personen beherbergen können. Der Start ist für 2029 mit einer SpaceX Starship-Rakete vorgesehen.
- Quelle: https://starlust.org/international-space-station-to-retire-in-2030-here-are-major-private-habitats-that-will-replace-it/