Die suborbitale Forschungsmission MAPHEUS-17 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll frühestens am 1. Oktober vom Esrange Space Center in Schweden starten. Wie das DLR am 16. September mitteilte, wurden wichtige Vorabtests erfolgreich abgeschlossen. Die endgültigen Vorbereitungen für den Start laufen derzeit.
Technische Details der Mission
Die Mission wird vom DLR-Team Mobile Raketenbasis (MORABA) durchgeführt. Als Trägerrakete kommt eine zweistufige Konfiguration zum Einsatz: Die erste Stufe besteht aus dem Red-Kite-Feststoffbooster, entwickelt von Bayern-Chemie im Auftrag des DLR. Die zweite Stufe nutzt einen umgerüsteten Improved-Malemute-Antrieb, der ursprünglich für Patriot-Raketen produziert wurde.
Das MAPHEUS-Programm existiert seit 2009 und ermöglicht regelmäßige Experimente unter Mikrogravitationsbedingungen. Die Nutzlastmodule bieten Wissenschaftlern mehrere Minuten Schwerelosigkeit für Materialforschung, Lebenswissenschaften und Technologiedemonstrationen.
Vorbereitungen und Tests
Das DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum und auf der Erde bestätigte den Abschluss einer Testserie. Zunächst erfolgte ein Systemtest am DLR-Standort in Köln, bei dem mechanische und elektrische Schnittstellen des vollständig integrierten Nutzlastmoduls überprüft wurden. Anschließend durchlief die Nutzlast einen simulierten Countdown und Flugablauf. Umwelttests simulierten die Belastungen während Start und Flug.
Details zur aktuellen Nutzlast sind noch nicht veröffentlicht. Die Vorgängermission MAPHEUS-15 mit gleicher Raketenkonfiguration transportierte 380 Kilogramm Experimente auf über 300 Kilometer Höhe und ermöglichte etwa sieben Minuten Mikrogravitation.
Das Startfenster für MAPHEUS-17 ist vom 1. bis 8. Oktober vorgesehen. Die Mission wird vom schwedischen Raumfahrtunternehmen SSC unterstützt.
- Quelle: European Spaceflight – Originalmeldung