USA bestätigen erstmals Waffen im Weltraum

Die US Space Force hat Waffensysteme im Orbit stationiert. Diese Bestätigung erfolgte durch Luftwaffenminister Troy Meink während der Air and Space Cyber Conference am 14. September. Meink erklärte, die Systeme seien zur Abwehr gegnerischer Aktionen im All konzipiert. Russland und China kritisierten die Stationierung scharf und warnten vor einer Militarisierung des Weltraums.

Technische Details und Verträge

Meink nannte keine konkreten Waffentypen, erwähnte jedoch das Air Moving Target Indication-System zur globalen Zielerfassung. SpaceX erhielt im Mai einen 4,16-Milliarden-Dollar-Auftrag für dieses Satellitennetzwerk. Der erste Start erfolgte vermutlich am 17. September mit der USSF-259-Mission von der Vandenberg Space Force Base. Zusätzlich erhielt SpaceX 2,29 Milliarden Dollar für ein militärisches Hochgeschwindigkeitsdatennetz.

Laut dem Space Threat Fact Sheet der US Space Force entwickeln sowohl China als auch Russland eigene Weltraumwaffensysteme. China bezeichnete die US-Maßnahmen als Eskalation und forderte ein Ende der militärischen Aufrüstung im All. Russland sprach sich für eine vollständige Demilitarisierung des Weltraums aus.

Rechtliche Bewertung des Vertragsbruchs

Der Weltraumvertrag von 1967 verbietet die Stationierung von Atomwaffen oder Massenvernichtungswaffen im Orbit. Experten wie Laetitia Cesari von den Vereinten Nationen weisen darauf hin, dass konventionelle Waffensysteme nicht unter dieses Verbot fallen. Die rechtliche Grauzone soll auf der nächsten UN-Abrüstungskonferenz im November thematisiert werden.

Ehemalige Militärs wie General Chance Saltzman warnten vor den Konsequenzen möglicher Weltraumkonflikte. Im Gegensatz zu irdischen Kriegsschauplätzen gebe es im Orbit keine Möglichkeit, Kampfzonen zu umgehen.