Bild: KI-generiert
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Interlune erhält 5 Millionen US-Dollar für Mondinitiativen

Das in Seattle ansässige Unternehmen Interlune hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 5 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Mittel sollen sowohl den Aufbau von Weltrauminfrastruktur als auch die Gewinnung von Ressourcen auf dem Mond unterstützen.

Finanzierung und Geschäftsausrichtung

Die Investition erfolgte über ein sogenanntes SAFE-Abkommen (Simple Agreement for Future Equity). Dabei erhalten Investoren im Austausch für Kapital Anteile, die bei einer späteren Bewertungsrunde ausgegeben werden. Interlune nutzte dieses Instrument bereits Anfang des Jahres für eine gleich hohe Finanzierung.

Laut einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC beteiligten sich sowohl bestehende als auch neue Investoren an der aktuellen Runde. CEO Rob Meyerson verwies auf bestehende Regierungsaufträge und Fortschritte im Raumfahrtsektor als Gründe für den gewählten Finanzierungsweg.

Technologische Entwicklungen und Pläne

Interlune konzentrierte sich zunächst auf Technologien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Mondgestein und -boden (Regolith). Besonderes Interesse gilt Helium-3, das auf dem Mond in größeren Mengen vorkommt als auf der Erde und für medizinische Bildgebung, Quantencomputing und Fusionsenergie genutzt werden kann.

Das Unternehmen hat sein Portfolio mittlerweile erweitert und bietet nun auch Infrastrukturlösungen für den Weltraum an. Eine Partnerschaft mit dem Industrieausrüster Vermeer zielt auf die Entwicklung von Baumaterialien für den Mond ab, die im Rahmen von NASA-Projekten zum Einsatz kommen könnten.

Technologien zur Helium-3-Extraktion werden parallel für irdische Anwendungen adaptiert. Als nächster Schritt ist für dieses Jahr der Start eines mineralogischen Kartierungsinstruments zum Mond geplant, das an Bord des Griffin-1-Landers von Voyager Technologies transportiert werden soll. In den 2030er Jahren plant Interlune mit der kommerziellen Förderung von Helium-3 auf dem Mond zu beginnen.