NASA hat das Projekt Artifact InSPECtor gestartet, bei dem Freiwillige dabei unterstützen können, Fehler in Daten von Weltraumteleskopen zu identifizieren. Das Projekt zielt darauf ab, künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren, um Artefakte in den Aufnahmen von Teleskopen wie Euclid und dem zukünftigen Nancy Grace Roman Space Telescope zu erkennen.
Wie Weltraumteleskope das Universum erforschen
Das Euclid-Teleskop der ESA mit Beteiligung der NASA sowie das für 2027 geplante Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA sammeln Licht von Millionen Galaxien. Beide Observatorien verwenden Spektrographen, die das Licht in Spektren aufspalten. Diese Daten ermöglichen es Wissenschaftlern, Entfernungen von Galaxien zu bestimmen und Informationen über deren Zusammensetzung zu gewinnen.
Allerdings enthalten die Rohdaten häufig Artefakte – Störsignale, die nicht von astronomischen Objekten stammen. Diese können durch Reflexionen im Teleskop, kosmische Strahlung oder technische Eigenheiten der Instrumente entstehen. Solche Störungen müssen vor der wissenschaftlichen Auswertung entfernt werden.
Bürgerwissenschaft als Trainingshilfe für KI-Systeme
Astronomen setzen KI-Tools ein, um diese Artefakte automatisch zu erkennen. Die Algorithmen benötigen jedoch menschliche Unterstützung, um ihre Genauigkeit zu verbessern. Bei Artifact InSPECtor lernen Teilnehmer, echte Teleskopdaten zu analysieren und Artefakte zu markieren. Diese Informationen fließen in die Weiterentwicklung der KI-Software ein.
Das Projekt steht Interessierten aller Altersgruppen offen und kann über Smartphones, Tablets oder Computer genutzt werden. Die gesammelten Daten werden sowohl für Euclid als auch für das zukünftige Roman-Teleskop verwendet. Die Ergebnisse sollen helfen, fundamentale Fragen zur Expansion des Universums und zur dunklen Energie zu beantworten.
