LINK-Raumfahrzeug wird nach gescheiterter Rettungsmission in drei Wochen verglühen

Das robotische Raumfahrzeug LINK, das für die Rettung des Neil Gehrels Swift Observatory entwickelt wurde, wird voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Wochen in der Erdatmosphäre verglühen. Dies bestätigte das Unternehmen Katalyst Space. Die Servicemission scheiterte, da LINK Probleme bei der Orientierung im Raum hatte und daher nicht die Genehmigung erhielt, das 21 Jahre alte NASA-Observatorium einzufangen. Seitdem führt das Raumfahrzeug eine Sekundärmission durch, die sich auf Annäherungsmanöver konzentriert.

Annäherungsmanöver und Daten sammeln

In dieser Woche demonstrierte Katalyst Space weiterhin die Fähigkeiten seines LINK-Raumfahrzeugs, indem es die Umlaufbahn anpasste, um sich dem Swift-Observatorium auf etwa 12 bis 15 Kilometer zu nähern. Eine weitere Annäherung ist nicht geplant. Die während der Annäherung gesammelten Daten sollen zukünftige Servicemissionen im All unterstützen. Ursprünglich hatte LINK auf dem Weg zum Swift-Observatorium begonnen, sich zu drehen. Obwohl Katalyst die Drehgeschwindigkeit reduzieren konnte, blieben Probleme bei der Lageregelung bestehen, was letztlich zum Abbruch der Primärmission führte.

Als Teil der laufenden Aktivitäten wurde die Umlaufbahn von LINK angehoben, um sie mit der von Swift abzugleichen. Katalyst setzte drei Roboterarme ein und aktivierte gleichzeitig alle drei elektrischen Antriebstriebwerke. Während LINK voraussichtlich in drei Wochen verglühen wird, bleibt Swift noch mindestens ein bis zwei Monate in seiner Umlaufbahn, bevor es unter eine kritische Höhe von 185 Meilen sinkt. Unterhalb dieser Höhe wird der Betrieb schwierig, und das Observatorium wird schneller absinken und in der Atmosphäre verglühen.

Swift-Instrumente werden weiter genutzt

Zwei der wissenschaftlichen Instrumente von Swift wurden bereits wieder aktiviert, und das dritte soll bald in den Datenerfassungsmodus zurückkehren. Die NASA sucht derzeit nach Möglichkeiten, die einzigartigen Fähigkeiten von Swift zu ersetzen, insbesondere die schnelle Ausrichtung auf Gammastrahlenausbrüche und andere kurzlebige kosmische Ereignisse. Bis eine neue Mission gestartet werden kann, sollen bestehende Weltraumteleskope und Observatorien genutzt werden.

Die Swift-Boost-Mission kostete die NASA 30 Millionen US-Dollar. Dr. Shawn Domagal-Goldman, Direktor der Astrophysik-Abteilung der NASA in Washington, zeigte sich dennoch zufrieden mit den Ergebnissen des Rettungsversuchs. Er betonte, dass es sich von Anfang an um eine „hochriskante, hochrewardierende“ Mission handelte, die von den zeitlichen Rahmenbedingungen der Sonne abhängig war. Die Integration und Tests des Raumfahrzeugs verliefen reibungslos, doch die darauf folgenden Phase war von Problemen geprägt.