Bild: NASA
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Venera 14: Fehlmessung durch eigenes Kameragehäuse auf der Venus

Am 5. März 1982 landete die sowjetische Sonde Venera 14 erfolgreich auf der Venus. Die Mission lieferte wichtige Daten über die Oberflächenbeschaffenheit des Planeten, doch eine Messung erwies sich als fehlerhaft – aufgrund eines unerwarteten Hindernisses.

Technische Herausforderungen der Venuslandung

Venera 14 überstand die extremen Bedingungen auf der Venus mit Oberflächentemperaturen von 465°C und einem Druck, der 94-mal höher ist als auf der Erde. Die für 32 Minuten ausgelegte Sonde funktionierte 57 Minuten lang. In dieser Zeit führte sie verschiedene Experimente durch, darunter Bodenanalysen mit einem Penetrometer namens PrOP-V.

Das Instrument sollte die Festigkeit des Bodens messen, indem es in die Oberfläche eindrang. Die Landekapsel verfügte über zwei Kameras, deren Objektivschutzdeckel sich nach der Landung absprengten. Einer dieser Deckel landete genau an der Stelle, an der das Penetrometer den Boden untersuchen sollte.

Folgen der Fehlmessung

Die Bodenanalyse von Venera 14 zeigte im Vergleich zu früheren Missionen ungewöhnlich festes Gestein. Während Venera 13 lockeres Material gemessen hatte, deuteten die Daten von Venera 14 auf blanken Fels hin. Erst spätere Bildanalysen enthüllten den Fehler: Das Penetrometer hatte nicht den Venusboden, sondern den abgeworfenen Kameraobjektivdeckel gemessen.

Trotz dieses Fehlers lieferte Venera 14 wertvolle wissenschaftliche Daten. Eine Bohrprobe ergab, dass das Gestein am Landeplatz tholeiitischer Basalt ist, ähnlich dem irdischen Ozeanboden. Diese Ergebnisse wurden im Journal of Geophysical Research veröffentlicht.

Die fehlerhafte Penetrometer-Messung blieb unkorrigiert in den wissenschaftlichen Aufzeichnungen, da seit 1985 keine weitere Sonde auf der Venus gelandet ist. Die Mission zeigt die Herausforderungen planetarer Forschung unter extremen Bedingungen.

  • Quelle: Space Daily – Soviet probe Venus surface measurement error
  • Journal of Geophysical Research – Yuri Surkov et al.
  • NASA – James Garvin und Kollegen, Brown University